Moin Moin,
so das war's dann auch mit dem Waschzuberrennen 2008 und für alle daheimgebliebenen Leichtmatrosen habe ich dann mal einen kleinen Bericht vom Team, das auszog, um Warnemünde zu rocken.
Wie einige ja bereits mitbekommen haben, waren wir am ersten Juliwochenende 2008 in Warnemünde. Los gings etwas verspätet und im Regen mit einem gemieteten Mercedes Bus und Zuber im Schlepptau am späten Freitagnachmittag Richtung Ostseeküste, wo wir nach 6 Stunden in Rostock ankamen. Mitgekommen waren Marcus, Stefan, Tobias, Annemarie, Simone, Nadja, Karin und ich (Björn).
Untergebracht waren wir im Gästehaus "Lütten Klein", einer gefühlte 20 Etagen hohen Bettenburg mit romatischem Ausblick auf Rostock Lichtenhagen. Aber da waren wir ja nur, um zwischenzeitlich mal die Augen zuzumachen.
Nächsten Tag um halb 10 gings dann Richtung Warnemünde, wo wir am "Alten Strom" unseren Zuber, die "U.S.S. Rock im Mai", startklar machten. Viel Zeit hatten wir auch dieses Mal in kleine Modifikationen, Umbauten und Dekoration gesteckt und das musste vor Beginn an- und zusammengeschraubt werden. Leider stellte sich eine Veränderung als absolute Fehlkonstruktion heraus und das an einem nicht sooooooo unbedingt wichtigen Teil, dem Ruder!
Jaja man kann es uns ja auch nicht übel nehmen, denn so ein Zuber besitzt weder Räder, Toilette oder Computersteuerung, und so konnten Marcus (KFZ-Mechatroniker), Stefan (Ingeneur für Abwasser- und Entsorgungstechnik) und ich (Informatiker) noch nicht ahnen, welche Auswirkungen unsere "Fachkundigkeit" in Schifffartstechnik haben würde, als wir vom Kran in den "Alten Strom" gelassen wurden.
Und so steuerten wir völlig manövrierunfähig, nur mit Paddeln gelenkt, ins Abenteuer. Start war gegen 14 Uhr, mit der Einfahrt des Neptun, der traditionell vom Feuerwehrzuber weit weit aus der Ostsee abgeholt wird. Zuvor hatten sich alle 14 Teilnehmerteams in der Wettkampfzone eingefunden, und die Kapitäne waren in einer Kaptitänsbesprechung gebrieft wurden.
Erste Disziplin war das Rennen, welches wir 2006 mit überragender Geschwindigkeit, dank Carstens Schaufelrad, dominiert hatten. Leider ging dieses Jahr das Rennen nicht nur vom Start bis zur Brücke ( ca. 60 Meter ) sondern wieder zurück zum Start und Ziel. Dies aber bedeutete für uns an der Brücke "wenden" zu müssen, was sich für einen manövrierunfähigen Waschzuber etwas schwierig gestaltet. Deshalb entschieden wir uns dafür, an der Brücke angekommen das Schaufelrad einfach andersherum zu drehen und rückwärts ins Start/Ziel zurückzufahren.
Das Rennen ging also los. Wir fuhren super schnell ... bis zur Brücke, drehten ab da andersherum, das Ruder schlug ein, verkanntete sich und wir fuhren eine geschmeidige 90° Kurve nach links, um uns dort in Bojen zu verheddern. Toll!!! Erstes Rennen versiebt, Stimmung am Nullpunkt.
Der zweite Lauf ging ebenfalls vielversprechend los, denn diesmal musste man lediglich zur Brücke fahren, an der oberhalb eines Seils ein Buzzer gedrückt werden musste. Leider ging unserer Zubermatrosin Simone kurz vor'm Buzzer die Kletterkraft aus und wir mussten uns zum zweiten Mal geschlagen geben. Zum Ärgern war da aber keine Zeit mehr, denn es ging an's Umziehen ... zum zweiten Akt, dem Showprogramm.
Eingekleidet vom Hessener Carnevals Club und monatelang gecoacht von der Rock im Mai Dance Company brach nun die Sternstunde des "Rock im Mai"-Zubers an. Zu "Anchors Aweigh" fuhren wir in den Hexenkessel von Warnemünde, den mit über 7000 frenetisch jubelnden Menschen umringten "Alten Strom", ein, um ihnen "In the navy" von den Village People zu präsentieren. Völlig unbeeinflusst durch unsere Sexy Zubermatrosinen gab uns der neutrale Neptun sage und schreibe 107 Prozent der erreichbaren Maximal-Punktzahl. Wahnsinn!!! Das motivierte uns bis zum Schluss weiterzukämpfen und in der letzten Disziplin, der Seeschlacht noch mal alles zu geben. Dabei können sich Zuber besatzungen mit Wasserpistolen, Eimern und Wasserkanonen gegenseitig aufs Korn nehmen und sogar entern. Während des Gefechts wurden natürlich auch einige Zuschauer nass. Man kann ja mit vier Bier auf dem Kessel auch nicht mehr sooo gut zielen. Um das ganze spannender zu gestalten, wurden nebenbei hunderte Gummienten auf uns losgelassen, die wir jagen und einsammeln mussten. Das sist nicht so einfach, denn mit 30 Gummienten in der Badehose schwimmt der Arsch wie Eine Boje an der Oberfläche, was ich am eigenen Leib erfahren musste.
Egal das Rennen war gelaufen und um die Zeit zur Siegerehrung etwas zu überbrücken, besuchten wir nach dem Abbau und Aufladen unseres Zubers erstmal ein Restaurant. Frisch gestärkt begaben wir uns danach zum Sumpf, einem urigen Studenclub in Warnemünde. Dort kam es dann zur Auszeichnung der besten Mannschaften.
Wer denkt, damit war das Waschzuberrennen 2008 vorbei und der Heimweg wurde angetreten, der liegt falsch. Denn obwohl wir diesmal nicht, wie schon zu erwarten war, in der Disziplin Geschwindigkeit punkten konnten, wurden wir zum "Admiralszuber", dem Zuber mit dem besten Show-Act, gekürt. Und der Preis dafür war, am folgenden Tag eine Ausfahrt mit einem Seenotkreuzer der Dts. Gesellschaft für Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) der "Vormann Jantzen" unternehmen zu können. Das wurde dann im Sumpf bis in die späten Morgenstunden bei Musik und Tanz begossen.
Also Sonntag um 14:00 Uhr wieder ab nach Warnmünde und dann gings an Bord der "Vormann Jantzen" und raus auf die offene See, wo wir zwei Stunden kreuzten, aber nicht um uns an Deck zu sonnen oder unsere Shownummer nochmal aufzuführen, nein, um pure Action zu erleben. Erst wurde uns unter lautem Knall ein Kanone demonstriert, welche Schiffen in Not das rettende Seil zukommen lässt und danach ging es immer für jeweils 3 Mann in den "Butscher", dem kleinen unsinkbaren Rettungsbeiboot des Schiffes. Achterbahn im Heidepark ist nichts gegen dieses Geschoss, mit dem wir über die Wellen vom Kielwasser der "Vormann Jantzen" heizten. Zum Abschluss wurde uns noch die Löschwasserkanone demonstriert, mit der man binnen kürzester Zeit, die Badeanstalt Hessen leer pumpen könnte. Auf dem Rückweg durfte jeder das Schiff um die zahlreichen, sogar 3-mastigen Segelschiffe zurück zum Hafen steuern. Es war einzigartiges Erlebnis für jeden, denn laut Kapitän des Schiffes ist eine solche Ausfahrt nicht buchbar und steht nichtmal zahlungskräftigen Spendern der Gesellschaft zu. Wir hätten sogar noch 4 Fans, die leider nicht mitgekommen waren, mit auf das Boot nehmen können.
Wieder festen Boden unter den Füßen traten wir am späten Sonntagnachmittag gestärkt von zahlreichen Fischbrötchen die Heimreise an. Angekommen sind wir auch ... daher dieser Bericht.
Das Rennen ging also los. Wir fuhren super schnell ... bis zur Brücke, drehten ab da andersherum, das Ruder schlug ein, verkanntete sich und wir fuhren eine geschmeidige 90° Kurve nach links, um uns dort in Bojen zu verheddern. Toll!!! Erstes Rennen versiebt, Stimmung am Nullpunkt.
Der zweite Lauf ging ebenfalls vielversprechend los, denn diesmal musste man lediglich zur Brücke fahren, an der oberhalb eines Seils ein Buzzer gedrückt werden musste. Leider ging unserer Zubermatrosin Simone kurz vor'm Buzzer die Kletterkraft aus und wir mussten uns zum zweiten Mal geschlagen geben. Zum Ärgern war da aber keine Zeit mehr, denn es ging an's Umziehen ... zum zweiten Akt, dem Showprogramm.
Eingekleidet vom Hessener Carnevals Club und monatelang gecoacht von der Rock im Mai Dance Company brach nun die Sternstunde des "Rock im Mai"-Zubers an. Zu "Anchors Aweigh" fuhren wir in den Hexenkessel von Warnemünde, den mit über 7000 frenetisch jubelnden Menschen umringten "Alten Strom", ein, um ihnen "In the navy" von den Village People zu präsentieren. Völlig unbeeinflusst durch unsere Sexy Zubermatrosinen gab uns der neutrale Neptun sage und schreibe 107 Prozent der erreichbaren Maximal-Punktzahl. Wahnsinn!!! Das motivierte uns bis zum Schluss weiterzukämpfen und in der letzten Disziplin, der Seeschlacht noch mal alles zu geben. Dabei können sich Zuber besatzungen mit Wasserpistolen, Eimern und Wasserkanonen gegenseitig aufs Korn nehmen und sogar entern. Während des Gefechts wurden natürlich auch einige Zuschauer nass. Man kann ja mit vier Bier auf dem Kessel auch nicht mehr sooo gut zielen. Um das ganze spannender zu gestalten, wurden nebenbei hunderte Gummienten auf uns losgelassen, die wir jagen und einsammeln mussten. Das sist nicht so einfach, denn mit 30 Gummienten in der Badehose schwimmt der Arsch wie Eine Boje an der Oberfläche, was ich am eigenen Leib erfahren musste.
Egal das Rennen war gelaufen und um die Zeit zur Siegerehrung etwas zu überbrücken, besuchten wir nach dem Abbau und Aufladen unseres Zubers erstmal ein Restaurant. Frisch gestärkt begaben wir uns danach zum Sumpf, einem urigen Studenclub in Warnemünde. Dort kam es dann zur Auszeichnung der besten Mannschaften.
Wer denkt, damit war das Waschzuberrennen 2008 vorbei und der Heimweg wurde angetreten, der liegt falsch. Denn obwohl wir diesmal nicht, wie schon zu erwarten war, in der Disziplin Geschwindigkeit punkten konnten, wurden wir zum "Admiralszuber", dem Zuber mit dem besten Show-Act, gekürt. Und der Preis dafür war, am folgenden Tag eine Ausfahrt mit einem Seenotkreuzer der Dts. Gesellschaft für Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) der "Vormann Jantzen" unternehmen zu können. Das wurde dann im Sumpf bis in die späten Morgenstunden bei Musik und Tanz begossen.
Also Sonntag um 14:00 Uhr wieder ab nach Warnmünde und dann gings an Bord der "Vormann Jantzen" und raus auf die offene See, wo wir zwei Stunden kreuzten, aber nicht um uns an Deck zu sonnen oder unsere Shownummer nochmal aufzuführen, nein, um pure Action zu erleben. Erst wurde uns unter lautem Knall ein Kanone demonstriert, welche Schiffen in Not das rettende Seil zukommen lässt und danach ging es immer für jeweils 3 Mann in den "Butscher", dem kleinen unsinkbaren Rettungsbeiboot des Schiffes. Achterbahn im Heidepark ist nichts gegen dieses Geschoss, mit dem wir über die Wellen vom Kielwasser der "Vormann Jantzen" heizten. Zum Abschluss wurde uns noch die Löschwasserkanone demonstriert, mit der man binnen kürzester Zeit, die Badeanstalt Hessen leer pumpen könnte. Auf dem Rückweg durfte jeder das Schiff um die zahlreichen, sogar 3-mastigen Segelschiffe zurück zum Hafen steuern. Es war einzigartiges Erlebnis für jeden, denn laut Kapitän des Schiffes ist eine solche Ausfahrt nicht buchbar und steht nichtmal zahlungskräftigen Spendern der Gesellschaft zu. Wir hätten sogar noch 4 Fans, die leider nicht mitgekommen waren, mit auf das Boot nehmen können.
Wieder festen Boden unter den Füßen traten wir am späten Sonntagnachmittag gestärkt von zahlreichen Fischbrötchen die Heimreise an. Angekommen sind wir auch ... daher dieser Bericht.
Ahoi
Björn und das "Rock im Mai" - Waschzuberteam





E-mail
