Tage bis zum Rock im Mai!


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... präsentiert: Rock im Mai Open Air Festival
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Rock im Mai 2011

 
Ja, so schnell kanns zu Ende gehen ... und schönes geht ja bekanntlich noch schneller vorbei. Deshalb hatten alle am Schluss auch das Gefühl, dass irgendwie ein Festivaltag gefehlt hat. Ja es hätten diesmal irgendwie sogar drei Tage sein können. Was Ihr glaubt das nicht und wart am Ende nicht mal da. Na dann, hier folgt hier der pipa packende, nichts verschonende Bericht vom Rock im Mai Open Air Festival 2011:

Los gings natürlich wie immer am Freitag und um das Publikum schonmal auf das anschließende Wertungsspiel anzuheizen, hatten wir dieses Jahr  die Punkrockband BLICKFELD aus Braunschweig am Start, die schon nach kurzer Zeit das Publikum zum Pogen brachte, ein Sport der bei älteren RiM-Besuchern oft als Herumgespringe durchgeknallter Paviane verschrien ist, jedoch beim geübten Festivalgänger als durchaus qualitativ hochwertige Auflockerungsübung gilt. Und davon waren schon zu dem Zeitpunkt reichlich vor der Bühne. Es war auch nicht verwunderlich, denn BLICKFELD machte ordentlich Druck.

Direkt im Anschluss startete die 4. RockMaisterschaft mit sechs Bands, die sich zuvor im Onlinevoting qualifiziert hatten: Great Soundtrack Robbery, Secret Diary, Nice Gap, WHO ON EARTH, Spit und Katastroofe. Das Onlinevoting ist immer eine Genre-Zufallsgenerator und bescherte uns auch dieses mal ein spannendes und abwechslungsreiches Finale.

Timtable

20.May 2011
StartzeitProgrammpunkt
18:00 UhrAuslosung Startreihenfolge
19:00 UhrBlickfeld
20:10 UhrBandcontest: Band 1
20:40 UhrBandcontest: Band 2
21:10 UhrBandcontest: Band 3
21:40 UhrBandcontest: Band 4
22:10 UhrBandcontest: Band 5
22:40 UhrBandcontest: Band 6
23:00 UhrAbstimmung Bandcontest
23:20 UhrThe Great Bertholinis
00:20 UhrSiegerehrung
00:45 UhrSchluck den Druck


21.May 2011
StartzeitProgrammpunkt
14:00 UhrRahmenprogramm mit dem Stadtorchester Dardesheim
17:30 UhrPermanent Daylight
18:35 UhrBlack Cat Zoot
19:40 Uhrbeat!beat!beat!
21:00 UhrOlli Schulz
22:20 UhrThe Jerks
23:40 UhrThe Audience
01:00 UhrRogue Steady Orchestra


 
Ein Grundsatz lag uns, dem Rock im Mai Verein, auch dieses Jahr wieder am Herzen, denn ein Bandcontest für Nachwuchsbands sollte auch vom Vereinsnachwuchs organisiert werden. So fiel die glorreiche Aufgabe dieses Jahr in die Verantwortung von Lena, die dem Verein seit Ende 2010 angehört. Sowas bedeutet aber nicht nur einfach ein paar CDs durchhören oder Emails schreiben, nee nee ... bei allein ca. 180 Bewerbern aus dem ganzen Bundesgebiet mussten Bewerbungsunterlagen durchgesehen und nach Beendigung des Onlinevotings die Verträge erstellt werden und damit keiner bei der Verköstigung im Backstage aus den Latschen kippt, war es ebenfalls wichtig, zu klären, ob die Nachwuchskünstler ultragefährliche Allergien haben. Die absolute Feuertaufe bestand jedoch darin, dass unsere Nachwuchsbookerin das Spektakel auch noch den ganzen Abend über moderieren durfte von der Auslosung der Startreihenfolge bis hin zur Siegerherung. Das durch den Eurovision Songcontest auf "Lena"-Rufe konditionierte Publikum hatte unüberhörbar seine Freude daran und brachte diese auch durch eilige gebastelte Transparante zum Ausdruck.
 

 
Letztendlich hatte sie diese Aufgabe so gut gerockt, dass sie auch die restliche Moderation des Festivals übernehmen durfte (musste). Der Titel, wir dürfen das doch nicht vergessen, ging dieses Jahr an die Nachwuchskünstler Katastroofe aus Schwarmstedt, eine lustige 7-köpfige Truppe, deren Bühnenoutfit aus Bademänteln bestand und mit ihrer alternativen punklastigen Mucke die meisten Publikumsstimmen auf sich vereinen konnte. Das anschliessende Interview bei Duroplast mit den Siegern muss dann auch der Hammer gewesen sein. Näheres folgt demnächst im OK-Wernigerode und dann vielleicht auch hier.
 
Hier aber das amtliche Endergebnis:
  • RiM - Bandcontest 1. Platz: KATASTROOFE
  • RiM - Bandcontest 2. Platz: WHO ON EARTH
  • RiM - Bandcontest 3. Platz: SPIT
So weiter, im Ansschluss an das bunte Bandcontest-Rock'erama hatten wir einen ganz vorzüglichen Happen für das Publikum zubereitet. Balkan-Gipsy-Eintopf mit einer Priese Zigeuner-Jazz, kurz "The Great Bertonlinies" übernahmen das Ruder und brachten das Publikum in ausglassene Tanzlaune. Wer jetzt immer noch nicht fit genug war, sich  hinter eines der Windräder schlafen zu legen, dem bescherten die Musikfreunde von Schluck den Druck mit einem Genrewechsel hin zu Experimental Electro-Crempal das finale "Brett vorn Kopp". Schluss aus, das war's mit dem Freitag, bzw. zog sich das Live-Programm auf den anliegenden Zeltplatz zurück.

Weiter gings am Samstag um 14 Uhr mit dem Rahmenprogramm, welches durch das Stadtorchester Dardesheim, die Rock-im-Mai-Tanzgruppe und die festivalbegeisterten Nachwuchsrocker der Kindertagesstätte Dardesheim kulturell bereichert wurde. Auch Petrus hatte hier etwas ganz ausgefallenes für alle vorbereitet und so konnte man schon zu Beginn des Rahmenprogramms ein leichtes Grollen rund um den Druiberg vernehmen und was unser Bühnenmanager Obi noch kurz mit den den trockenen Worten "wie unsexy" kommentierte, wurde schnell zu einer ziemlich nassen Showeinlage und entlud sich direkt über dem Festivalgelände in einem regelrechten Platzregen. Während unsere Freunde auf dem Zeltplatz damit beschäftigt waren, ihren Müll zu trennen oder mit dem legendären Schlammrutschen Woodstock '69 wieder auferstehen zu lassen, hatten wir kurzzeitig im Backstage mit einem Wassereinbruch zu kämpfen. Im Instrumentenzelt konnte man problemlos die Grundstufe ablegen.

So schnell Regen kam, war er auch wieder weg und die Sonne brannte wieder heiß vom Himmel. Mit leichter Verspätung ging es also dann über zu "Rock im Mai - Part Zwei" und einem  äußerst vielseitigen Line-UP, welches von unseren Lokalmatadoren Permanent Daylight begonnen wurde. Über den Independend Post-Pop der Gruppe Black-Cat-Zoot gings dann zum Newcomer - beat!beat!beat! Die aufstrebenden Indierocker fühlten sich auf der Rock im Mai - Bühne hörbar wohl und rockten.  Ein langer Wunsch der Mairocker wurde im Anschluss mit dem Auftritt des Olli Schulz erfüllt, der mit seiner Gitarre und Liedern wie „Und dann schlägt dein Herz“ oder "Halt die Fresse krieg'n Kind" das anspruchvolle Niveau des Festivals in die Stratosphäre des Rockhimmels katapultierte. Geil! und dann die Jerks, Alternativ Indie - Dusche ... nochmal geil, und dann der absolute Volltreffer, den wir uns im Line-Up kredenzt hatten: THE AUDIENCE, die mit Ihrer Musik, die Bühne, Publikum und Band regelrecht zu verschmelzen drohten, sodass wir kurz Angst bekamen, sie nicht mehr von der Bühne zu bekommen. Sein Mikrofon hatte der Sänger zumindest singend auf ein Bühnepodest genagelt. Für viele die beste Bühnenperformance des Abends. Abgerundet und beendet wurde das 7. Rock im Mai Open Air Festival dann mit dem Auftritt der Göttinger Musiker "Rogue Steady Orchestra", die mit feinstem SKA alle Besucher nochmal kräftig zum Tanzen veführten.

Alles zusammen kann man nur eine gelungene Veranstaltung nennen, die mit Mülltrennung, Mehrwegkonzept und natürlich ausschließlich Grünem Strom ein umweltfreundliches Gesicht hatte.Wir möchtens uns hier ebenfalls bei unseren zahlreichen Sposoren und Unterstützern bedanken, die unser Festival mit ermöglicht haben.
 
Wer nicht da war sollte traurig sein aber am Ende heißt es: "Nach dem Festival ist vor dem Festival - Die Show muss weitergehn auf Wiedersehn."

P.S. Wir wissen Eure Namen, wir wissen wo Ihr wohnt ... und zum Rocken am Brocken bringen wir Euch das Sofa wieder mit! ;-)
 
Olli Schulz

Euch erwartet nichts neues von Peter Maffay, sondern Olli Schulz. Und das bedeutet Großes. Schon immer komponierte Olli Schulz seine eigenen kleinen Lieder. Die Begeisterung holt Olli Schulz aus den Clubs auf die Festivalbühne und spielte sich über "Rock Am Ring" oder dem "Hurricane Festival" durch die Outdoor-Bühnen der Republik. Olli tritt vor allem als Solokünstler in Erscheinung. Dass es dabei nie um 'nen langweiligen 'Ich und meine Gitarre'-Abend handelte, sollte jedem, der den Multi-Entertainer schonmal live gesehen hat, klar sein. 2009 veröffentlichte Olli Schulz das Soloalbum 'Es brennt so schön', eine Platte, die die großen vergessenen Zeiten des Deutschrock wiederbeleben wird.

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beat!beat!beat!

Die Jungs von beat!beat!beat! wollen "eingängige Musik mit Anspruch machen. Popmusik, die nicht langweiligt." Eine Mischung aus verzerrten Gitarren und einem präzisem, großflächigen Sound gewichen, der wohltuend mehr nach den Neunzigern als nach zwanghaft Zeitgenössischem klingt. Der Radiosender EinsLive spielte "Fireworks" rauf und runter, der britische NME kürte beat!beat!beat! zur "deutschen Antwort auf Foals". Sie haben mittlerweile eine 5-Track-EP "Stars" und das Album "Lightmares" veröffentlicht. Im September 2010 spielten Beat! Beat! Beat! auf der Expo in Shanghai un gingen danach auf Tour.

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The Audience

Wie ein umgepolter Magnet erhält die Band, die in den 16 Monaten seit Veröffentlichung ihres Debüts "Celluloid" so anerkannt wurde, als wäre sie nicht von hier, die Anziehungskraft nach Außen. Diese zweite Platte tut vor allem eins: Sie lässt dich andersrum tanzen! Zweihundert Schauspiele quer durch Europa lassen The Audience die verbrauchte Haut abstreifen, wie ein vertrocknendes Schuppentier, das atmen will. War "Celluloid" noch geistvoll abbildendes Kolorit, ist die Gruppierung um den Berg aus Dasein angekommen und eingestiegen in eine bildhafte Definition der ureigenen beneidenswerten Utopie.

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The Great Bertholinis

Wer in Zerr-Gewittern, zwischen akutem Prä, Post, und Avant die Ohren behält und bunte Pillen dreht, wird sich an diesen Symphonikern verrückt hören. Der Mix aus Bluegrass, Pop, Polka, Country und Walzer überzeugt sofort. Arrangiert wird das musikalische Wunderland u.a. mit Tuba, Posaune, Trompete, Saxophon, Bass, Gitarre, Banjo und Schlagzeug. In nur 41 Minuten verlegen sie das Epizentrum aktueller Popularkultur auf den 47. Breitengrad und keinem fällt’s auf - wie.

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The Jerks

2007 Nachdem sich The Jerks knapp 2 Jahre lang in ihrem Keller in Stuttgart eingeschlossen hatten, um ihre Instrumente zu lernen und ihre ersten eigenen Songs zu schreiben, erreichten sie mit minimaler Live-Erfahrung, dafür aber mit bedingungsloser und spürbarer Hingabe für ihre Musik, direkt das internationale Finale des weltweit größten Newcomerfestivals Emergenza. Ein Startschuss und Motivationsschub, der besser hätte nicht sein können. In den letzten 5 Jahren seit ihrer Gründung haben sich Chrisse Jerk (bass/voc), Simon Jerk (git/voc) und Chris Jerk (drums) zu einer ernst zu nehmenden Indie - Rock 'n Roll Band entwickelt, die ihre Ziele als Einheit und mit vollem Einsatz verfolgt.

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Black Cat Zoot

Das Codewort ist Pop - ja, POP. Nicht in der zwangsdebilen Lesart der Superstars, sondern Pop als Konterrevolution und universelle Ausdrucksform der i-Generation. Ein postmodernistisches Singspiel mit den Klischees vergangener Moderne, lauten und leisen Gegenwartsfragmenten - eine synchrone Entladung von Neuronengruppen, genauso surreal wie unverschämt tanzbar. MUTABLE TRANSFORMER ACT erschien am 29. April 2011 beim Frankfurter Kultlabel Hazelwood Vinyl Plastics.

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Blickfeld

Schreib doch einfach Punkrock...' Mit nichts geben sich Blickfeld weniger Mühe, als mit der Erklärung ihres Musikstils. Brauchen sie auch nicht. Nach 1000 verkauften Eps und über 100 Live-Shows vor mehr als 40.000 Menschen hat die Band schon lange spannendere Themen. blickfeld klingen auf Platte genauso wie von der Bühne. Kurze Songs, klare Worte und immer wieder Mitsing-Refrains. Das gleiche Rezept, das Konzerte in Partys verwandelt, lässt auch auf CD den Regler auf 10 klettern. Das Ergebnis ist laute melodiöse Gitarrenmusik ... oder auch schöner energiegeladener Deutschrock.

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Schluck den Druck

Elektronische Erregungsbomben und die Liebe zu tagelangen Feiermärschen machten sie nicht nur in ihrer Wahlheimat Berlin zu absoluten Feierikonen. Wenn Ihr bereit seid für diese Feiergranaten und ein schwindelerregendes Bassgewitter nicht scheut, dann nutzt diese Gelegenheit!

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Rogue Steady Orchestra

RSO zielen genau dahin wo's weh tut, ohne sich mit S/W-Schemen und Scherenschnitten aufzuhalten. Immer spürbar auf der Suche nach Utopien und Streit. So konsequent die Ausrichtung, so vielfältig gestaltet sich die Musik des Orchesters. Um bei tiefen Fahrwassern die nötige Wucht nicht zu verlieren, ist RSO jedes Mittel recht rücksichtslos werden Stilelemente aus Ska, Punk, Swing, Reggae oder Rocksteady mit vollen Händen abgeschöpft und verwertet. Musikalisch verfügt diese Band neun Jahre nach ihrer Gründung mittlerweile über mehr als nur ein Gesicht.

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WHO ON EARTH

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Great Soundtrack Robbery

Nice Gap

Secret Diary

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Spit

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Katastroofe

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